Hunderte von Vögeln entwischen jedes Jahr durch ein versehentlich
offenstehendes Fenster nach draußen. Zurück bleiben besorgte und
hilflose Vogelbesitzer, denn kaum einer der gefiederten Freunde kann
über längere Zeit auf sich allein gestellt überleben und nur die
wenigsten finden den Weg zurück in ihr Heim.
Aus diesem Grund hat der ZZF (Zentralverband Zoologischer
Fachbetriebe Deutschlands e.V.) einen bundesweiten Suchdienst für
entflogene Vögel eingerichtet. Alle beringten Vögel können aufgrund der
Fußringe identifiziert und Ihrem Besitzer zugeordnet werden.
So funktioniert der Suchdienst:
Der ZZF-Suchdienst besteht aus einem Archiv mit registrierten
Psittacose- und Artenschutzringen. Das wichtigste und in der Regel
einzige Identifikationsmerkmal des Vogels ist die in den Ring gestanzte
Nummer. Für eine erfolgreiche Rückführung des Ausreißers muß diese
Nummer mit allen Buchstaben und Zeichen vollständig angegeben werden.
Bei Vögeln, die keinen Ring tragen, ist die Identifizierung sehr viel
schwieriger, meistens unmöglich. Auch wenn nur eine Gefunden-Meldung
vorliegt, kann der Vogelhalter häufig mit Hilfe der Ringnummer ermittelt
werden. In diesen Fällen greift der Suchdienst auf die Unterlagen von
Züchtern und Zoofachgeschäften zurück, die beim Verkauf von beringten
Vögeln die Adresse der Käufer notieren müssen.
Das müssen Sie tun:
- Wenn Sie einen Vogel halten, notieren Sie bitte gleich die
Ringnummer auf einem Zettel und bewahren Sie diesen für den Notfall
gut auf.
- Wenn Ihnen Ihr Vogel entflogen oder ein fremder Vogel zugeflogen
ist, schicken Sie an die unten genannte Adresse eine Karte mit folgenden
Angaben: entflogen/zugeflogen, Ort/Zeit, Vogelart/Farbe, Ringnummer
sowie Absender/Telefonnummer
- Unser Tip: Lassen Sie beim Erwerb eines Vogels die
Ringnummer direkt von Ihrem Zoofachhändler notieren. Sollten Sie
Probleme beim Ablesen haben, ist Ihnen Ihr ZZF-Zoofachhändler gerne
behilflich.
Übrigens: Die Inanspruchnahme des ZZF-Suchdienstes ist völlig
kostenlos!